Fahrzeugklasse Automobile
Nachkriegsära
1949 - 1972Nach dem Krieg entwickelte sich auch der Formelsport langsam wieder auf den Rennstrecken. Auf dem Sachsenring erschienen Rennwagen des AWE Rennkollektivs, von Veritas und Scampolo sowie später die Melkus Formelwagen als erste Konstruktionen des begnadeten Konstrukteurs und Rennfahrers Heinz Melkus. Ausländische Starter gingen auf englischen Marken wie Cooper an den Start. Die Fahrzeuge entsprachen allesamt dem Reglement der damaligen Formel 2 bzw. Formel 3 Klassen.
Fabrikate:
EMW Rennwagen, Formelrennwagen Melkus, Formel 3Formelsport in der DDR
1973 - 1990Mit der Ablösung der Zweitaktformel passte sich auch der Formelsport in der DDR der internationalen Entwicklung an und entwickelte Viertakt Formelrennwagen. Der Beginn dieser Ära wurde durch Eigenbauten von HTS und SEG geprägt und mündete schließlich in den MT 77 Rennwagen. Da es keinen industriellen Hersteller gab, beruhte die technische Entwicklung auf einer kleinen Anzahl technisch versierter Enthusiasten, die in den kommenden Jahren mit wettbewerbsfähigen Eigenkonstruktionen und getunten Lada Motoren die Szene bestimmten.
Fabrikate:
Formelrennwagen, MT, SEG, HTSTourenwagen in der DDR
1973 - 1990Der Tourenwagensport im sozialistischen Motorsport unterteilte sich hauptsächlich in zwei Klassen. Die Klasse A 600 (cm³) war eine reine Trabantklasse, in der getunte Serienfahrzeuge um den Sieg kämpften. Die Leistungsdichte war extrem hoch und führte zu spannenden Rennen auf Rundstrecken und bei Bergrennen. Das Tuning übernahmen geniale Techniker, die häufig selbst zum Fahrerkreis gehörten. Stellvertretend seien hier Helmut Assmann aus Gotha und Klaus Schumann aus Lützkendorf genannt. In der Hubraumklasse bis A 1300 (cm³) waren zu Beginn noch Wartburg 353 vertreten, die jedoch später keine Rolle mehr spielten. In dieser Klasse wurden die Siege schließlich unter Shiguli, später Lada, Zastava sowie dem Škoda 130 R aufgeteilt.
Fabrikate:
Tourenwagen, TrabantBeginn auf dem neuen Sachsenring
1996 - heuteMit dem ersten Rennen im Jahr 1996 auf der Rennstrecke, die auf der Infrastruktur des Fahrsicherheitszentrums entstand, kehrte der Automobilsport auf den Sachsenring zurück. Serien wie die STW, später die DTM, die Beru Top Ten und ab 2007 die ADAC GT Masters bis zur heutigen DTM hatten den Sachsenring als festen Bestandteil ihres Rennkalenders. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen spannenden Rennen, die durch Porsche‑Markenpokale und weitere Marken‑Cups (Toyota Yaris, Ford Fiesta, VW Lupo, VW Polo, BMW Mini Cup u. a.) geliefert wurden.
Fabrikate:
GT Master, DTM, STW, Cupfahrz. Polo, Fiesta, Yaris, Porsche